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WordPress

In den letzten Tagen hat mir WordPress echt zu schaffen gemacht. Ich hatte mich bei WordPress quasi selbst ausgeschlossen. Das heißt, ganz so dämlich, wie das jetzt klingt, hatte ich mich gar nicht angestellt. Es hatte sich nur unglücklicherweise ein Malware Trojaner in einem Webprojekt eines meiner Kunden eingenistet, da er seine Webseite nicht regelmäßig aktualisiert hatte. Da ich für einige meiner Kunden deren Webprojekte auf meinem Webhosting-Space ablege, befiel dieser Trojaner dann auch meine eigenen Webprojekte.

Mit dem bekannten Ergebnis. Ich war aus meinem eigenen Blog ausgesperrt worden. 

Wenn WordPress Probleme macht

Dass solche Vorkommnisse keinen Spaß machen und im Ergebnis dazu führen, dass ich oftmals viel Zeit darauf verwenden muss, den alten Zustand wieder herzustellen, brauche ich dir wahrscheinlich nicht zu erzählen. Wenn dann aber auch noch ein befreundeter Developer davon Wind bekommt und sich darüber lustig macht (“Blöd, wenn WordPress mal wieder abkackt, was? Haha!”), könnte ich die ganze Angelegenheit schon mal persönlich nehmen. 

nicht persönlich nehmen

Mache ich aber nicht. Und zwar nicht etwa, weil Non-Reactivity – dank jahrelang praktizierter Meditation – mein zweiter Vorname geworden ist. Sondern vor allem, weil WordPress zwar seine Schwächen haben mag, für mich aber vor allem eine schier unglaubliche Menge an Möglichkeiten bietet. Ich kann sogar so weit gehen, zu sagen, dass wenige Tools mein Leben so sehr verändert und mich der Erfüllung meines Lebenssinns so nahe gebracht haben wie WordPress.

WordPress ist Befreiung und Berufung

WordPress ist für mich Befreiung und Berufung zugleich. Denn dank WordPress kann ich nicht nur schreiben sondern gleich publizieren. Dank WordPress kann ich mich ausdrücken und damit meiner Leidenschaft – der Kommunikation und Diskussion – Entfaltungsraum bieten. Ich muss niemandem gefallen, um gelesen zu werden. Ich kann einfach anziehen und abstoßen, indem ich bin wie ich bin und mir Raum dafür schaffe.

Besser als 50 Shades in Alufolie

Dank WordPress können andere mich lesen, meinen Gedanken folgen. Sie annehmen oder ablehnen. Und dank der großen Anonymität des Internets brauchen sie sich nicht einmal zu erkennen zu geben. Das ist sogar noch besser als “50 Shades of Grey” in Alufolie einzupacken, um es in der Ubahn lesen zu können. 

hässlich, langsam und unsicher

Dabei ist WordPress nicht so schön oder schnell und schon gar nicht so sicher wie individuell programmierte Webseiten. Aber ich bin ja auch kein Developer – mir geht es um das Schreiben – und um das Gelesenwerden. Für mich geht es nur darum, einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu so vielen Menschen wie möglich zu finden. Und dafür ist WordPress ein unheimlich mächtiges Tool.  

aber frei und wohlhabend

Dennoch ist WordPress freier als vorgefertigte Blogseiten, auf denen man unter fremder Domain publizieren kann und zum Beispiel hinsichtlich Monetarisierung eingeschränkt wird. Wer sich die Mühe macht und seine eigene Domain bucht und sich dann noch einen guten Webhost sucht, hat sich eine Art eigenes Grundstück im Internet gesichert. Auf diesem Stückchen Virtualität kann er dann (weitgehend) tun und lassen was er will. – Natürlich auch Anbauen und Ernten. 

sehr gut dokumentiert

WordPress ist auch sehr gut dokumentiert. Für mich sind zum Beispiel die Foren auf WordPress.org eine sehr nützliche Quelle, wenn ich einmal nicht alleine weiterkomme. Selbst wenn vielleicht zu meinem konkreten Problem noch kein Thread existiert, kann ich mindestens aus Threads zu benachbarten Problemen erste Schritte ableiten. 

WordPress Probleme lösen

Dabei basiert das Lösen von WordPress-Problemen zumeist auf den immer gleichen Schritten:

  1. alle Updates machen,
  2. alle Plugins deaktivieren und dann der Reihe nach wieder aktivieren,
  3. Theme wechseln,
  4. .htaccess deaktivieren und
  5. WP Core-Dateien neu aufspielen.

Außerdem sollte ein Backup-Plugin das erste Plugin jeder frisch aufgesetzten WordPress-Seite sein. Damit kann man in der allermeisten Fällen erfolgreich retten. 

Auch wenn man – so wie ich – kein Developer ist. 

WordPress ist für mich das wichtigste Publikationstool: Man kann sich ausdrücken, seine Stimme finden und hoffentlich auch seinen Weg machen.

Nur aus dem Schatten treten; das muss man dann noch alleine. 

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